Cremesuppe vom Muskatkürbis und ein Rückblick

 

Das Jahr neigt sich dem Ende und der letzte Beitrag in 2012 steht an. Es war ein herausragendes Jahr, zumindest durch meine Brille des Foodbloggers, denn im Juli diesen Jahres begann ich, auf Cucina e Passione meine Küchenerlebnisse zu bloggen. Erst ein halbes Jahr alt ist Cucina e Passione damit und doch hat sich schon viel getan.

Als ich im Juli diesen Jahres Cucina e Passione ins Leben rief, habe ich sicherlich gehofft, aber keinesfalls geglaubt, dass meinen Kram irgend jemand lesen wird. Zumindest nicht in absehbarer Zeit. Und nun ist kaum ein halbes Jahr vergangen und ich kann es kaum glauben, dass jeden Tag so viele von euch auf meine Seiten zugreifen und so viel aufmunterndes, liebes und freundliches Feedback hinterlassen.

Viel habe ich gelernt in diesen sechs Monaten und vieles habe ich noch zu lernen. Bloggen im Allgemeinen ist nichts, was man aus der Hosentasche schüttelt, wenn man es halbwegs ernsthaft betreiben will. Und Foodbloggen im Besonderen kostet viel Zeit. Erst recht, wenn man sich von den massengängigen Rezeptsammlungen wie Chefkoch und Konsorten abheben möchte.

Da ich auch gelernt habe, dass man lieber gelesen wird, wenn man sich kurz fasst und zudem ein halbes Jahr noch keine Leistung ist, die lange Selbstbeweihräucherung rechtfertigt, will ich es hierbei bewenden lassen. Nicht aber ohne dir, liebe Leserin und dir, lieber Leser zu danken für deine Aufmerksamkeit und dein Interesse, für deine Anteilnahme, dein Feedback, deine Nachsicht, wenn etwas nicht so perfekt war, wie ich es immer gerne hätte und einfach dafür, dass ihr meinen Kram lest.

Ich wünsche euch ein schönes Silvester, feiert schön, einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Glück, Gesundheit und allzeit die Muse, euch den Genüssen, die uns das Leben bietet, hingeben zu können.

Cremesuppe vom Muskatkürbis

Zutaten für 4 Personen:

für die Gemüsebrühe:

4 Karotten
1/2 Knollensellerie
1 Lauchstange
1 Petersilienwurzel
3 Tomaten
1Zwiebel
2 Nelken
1 Lorbeerblatt
10 schwarze Pfefferkörner, zerquetscht

für die Kürbiscremesuppe:

20 g Butter
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm), fein gewürfelt
800 g Muskatkürbis (z. B. Muscade de Provence), geschält, entkernt und grob gewürfelt
1 l Gemüsebrühe (s. o.)
200 ml Sahne
0,5 EL Aceto Balsamico Tradizionale di Modena
1-2 EL Sirup von Senffrüchten (mostarda di Voghera)
1 EL erstklassiges steirisches Kürbiskernöl
1 gestr. TL Macis (Muskatblüte)
Meersalz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Cremesuppe vom Muskatkürbis

Für die Gemüsebrühe die gewaschene, aber ungeschälte Zwiebel halbieren, die Schnittflächen in einer Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Zugabe von Fett langsam braun rösten. Wenn du ein Stück Alufolie zwischen Zwiebelhälften und Pfanne legst, sparst du dir das Abspülen.

Das Suppengemüse und die Tomaten grob würfeln und zusammen mit den gebräunten Zwiebelhälften und den restlichen Zutaten in einen Schnellkochtopf geben, mit 1,1 l kaltem Wasser aufgießen und 45 min. auf höchster Druckstufe kochen. Ohne Dampfkochtopf nimmst du 1,5 l Wasser und simmerst 2,5 Stunden knapp unter dem Siedepunkt. Durch ein Sieb gießen: du hast nun ca. 1 Liter Gemüsebrühe.

Die Zwiebelwürfel in einem großen Topf in Butter glasig dünsten, ohne Farbe nehmen zu lassen. Dann erst den Ingwer eine Minute mitdünsten, schließlich den Kürbis dazugeben und noch 3 Minuten mitdünsten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und zum Kochen bringen. Nach 30-45 Minuten sollte der Kürbis gar sein.

Sahne, Aceto Balsamico, Senffrüchtesirup, Kürbiskernöl und Macis zugeben und im Thermomix oder mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aceto Balsamico und der Sirup der Senffrüchte unterstützen die Süße des Muskatkürbis und ergänzen sie mit einer leichten Säure und Schärfe, ohne ihm das feine Muskataroma zu nehmen, dem wir mit der Muskatblüte noch etwas Unterbau verleihen. Ein sehr feines und farbenfrohes Süppchen für kalte, graue Tage.

17 Comments

  1. Ela 31. Dezember 2012 Reply

    Lieber Dirk, kaum zu fassen, echt erst 6 Monate?? Herrje… Mich gibts schon 2 Jahre und wenn ich an meine ersten 6 Monate denke… Insbesonders an die Photos! Ich staune immer wieder wie wunderbar du deine leckeren Rezepte photographierst. Ganz, ganz toll!!!
    Bitte mach weiter so im Jahr 2013, die Arbeit lohnt sich :)

    LG

    Ela

  2. feinschmeckerle 31. Dezember 2012 Reply

    schön, dass es noch einen foodblod aus dem ländle gibt. dazu noch in dieser qualität und mit tollen fotos.
    dir und deinen lieben einen guten rutsch!

  3. moey 31. Dezember 2012 Reply

    Wahnsinn, erst 6 Monate…
    Vielen Dank für deine kreativen Rezepte und wasserimmundzusammenlaufenlassenden Fotos. Von dir wird man sicherlich auch 2013 noch viel lesen.

    Dir und einen Lieben ebenfalls einen guten Rutsch und ein ganz wunderbares Jahr 2013.

    Viele Grüße,
    Maja

  4. Frau A. vom Bodensee 31. Dezember 2012 Reply

    Weiter so, trotz Stopfleber. Ganz grosse Klasse deine Rezepte. Für mich als Single leider nur bedingt nachkochbar. Aber das Lesen macht ja auch Spass!!
    Einen Guten Rutsch wünscht dir
    Maya

  5. Susanne M. Tarot 1. Januar 2013 Reply

    Lieber Dirk,
    erstmal wünsche ich dir ein wunderVolles Neues Jahr 2013. Ich mag deinen Blog sehr gerne und kann hier immer wieder etwas finden, das ich ausprobiere, und das obwohl ich immer mehr vegetarisch lebe.

    Liebe Grüße

    Susanne

  6. zorra 1. Januar 2013 Reply

    Lieber Dirk auch dir und Frau D. nur das Beste fürs Neue Jahr! Schön, dass es dein Blog gibt.

  7. Sybille 1. Januar 2013 Reply

    Schöne Blogs kanns nicht genug geben!!!

    Ich wünsche Deiner Frau und Dir ein wunderbares 2013

    Liebe Grüße
    Sybille

  8. WildeHenne 1. Januar 2013 Reply

    Lieber Dirk

    Wir lernen nie aus, auch beim Foodbloggen nicht. Wenn ich meine Anfänge anschaue… *grauslich*
    Dein Blog gehört zu den Schöneren, dich ich kenne. Vor allem Deine Fotos… die sind wirklich der Hammer. Aber ich widerspreche Dir dennoch in einem Punkt: Man wird nicht lieber gelesen, wenn man sich kurz fasst. Man wird nur oberflächlicher gelesen, überflogen. Wer sich wirklich interessiert, der liest. Und der liest auch einen langen Post. Natürlich immer davon ausgehend, dass auch wirklich was Lesenswertes und nicht nur Blubber drin steht… 😉
    Von mir aus darfst Du also gerne lange, ausführliche Posts schreiben. Ich mag Rezepte mit viel Geschichte drumrum. Und ich verspreche Dir, ich lese solche Posts wirklich von Anfang bis Ende durch inkl. Rezeptzutaten und Herstellungsweise. :-)

    Dir und Frau Dorothee wünsche ich ein gesundes 2013.

    Lieben Gruss aus der Schweiz
    von der Wilden Henne

  9. Julia 2. Januar 2013 Reply

    Dein Blog ist eine echte Bereicherung. Und wenn ich daran denke, dass Du erst so „kurz“ dabei bist, hast Du es doch wirklich „weit gebracht“! Ich lese Dich jedenfalls sehr gerne – ob kurz, ob lang – und schaue vor allem wegen Deiner zauberhaften Fotos rein. Gutes Neues!

  10. Author
    Dirk Staudenmaier 2. Januar 2013 Reply

    Liebe Ela, danke für deine motivierenden Worte! Ich werde weitermachen, versprochen :-)

    Liebes feinschmeckerle, ich danke dir und wünsche im Gegenzug dir uns deiner Family ein gutes und gesundes neues Jahr! :-)

    Liebe Maja, meinen Dank an dich, ich werde mein Bestes tun! Dir auch ein tolles und gesundes 2013! :-)

    Liebe Maya, danke schön! Bei vielen Dingen kannst du ja einfach kleinere Mengen nehmen, dann passt´s auch für den Singlehaushalt. Oder einfach ein paar Gäste einladen 😉 Ich wünsche dir auch ein gutes und gesundes 2013! :-)

    Liebe Susanne, ich lese auch viele rein vegetarische Blogs, und auch wenn ich damit immer etwas kokettiere, schätze ich die vegetarischen Gerichte sehr. Sind ja oft tolle Beilagen für uns Fleischesser! 😉 Spaß beiseite, ich werde in 2013 sicher auch das eine oder andere vegetarische Gericht bloggen, versprochen! Ich danke dir und wünsche dir ein gutes neues Jahr! :-)

    Liebe zorra, aus deinem Mund ganz besonders ehrend, lieben Dank! :-) Ich wünsche dir auch Gesundheit und nur schöne Tage in 2013!

    Liebe Sybille, dann hör du bitte auch nie auf zu bloggen! :-) Dir und deiner Familie nur das Beste für das neue Jahr!

    Liebes Poulet, ich danke dir! :-) Ich glaube, wenn man 100 Leser fragen würde, wie lange sie die Posts gerne hätten, dann bekäme man 100 verschiedene Antworten. Ich werde einfach darauf achten, dass für jeden etwas dabei sein wird! 😉 Lieben Gruß ins Emmental und dir und der ganzen Hühnerfamilie Gesundheit, Glück und viele Pilze in 2013! :-)

    Liebe Julia, ich bin sprachlos, welches Feedback hier so eintrudelt, und freue mich riesig darüber. Insbesondere auch, dass euch meine Fotos gefallen – die kosten oft mehr Zeit als die Zubereitung und das Schreiben selbst. Ich danke dir und wünsche auch dir viel Gesundheit und Glück für das neue Jahr!

  11. Britta 5. Januar 2013 Reply

    Von mir auch noch alles Liebe und Gute für 2013 und auf dass wir noch viel von dir zu lesen bekommen :-)

    Ich lese übrigens, wenn es Spaß macht, auch gerne lange Geschichten, Astrid und die Frau Ziii sind da für mich immer wahre Offenbarungen und toll geschrieben.

    • Author
      Dirk Staudenmaier 8. Januar 2013 Reply

      Liebe Britta, das Gleiche wünsche ich dir auch, vielen Dank! :-) Die „langen“ Geschichten werden wahrscheinlich ganz von alleine kommen, denke ich. Sich kurz zu fassen ist ja nicht so einfach bisweilen… 😉

  12. Mia - Küchenchaotin 12. Januar 2013 Reply

    Lieber Dirk, ich hab zwar ein bisschen länger gebraucht, aber ich wünsche dir ein fabehlaftes Jahr 2013!
    …und ich bin übrigens total verknallt in dein Bild von der Kürbissuppe. Da möchte ich glatt den letzten (von gefühlten 1000) aus dem Keller nach oben holen und mir dieses herrliche Süppchen kochen!
    Mach weiter so, denn du machst das klasse!
    Mia

  13. Lieber Dirk,
    zwar etwas verspätet, aber nicht minder herzlich gratuliere ich Dir zum halbjährigen! Und muss mich den anderen anschließen: in 6 Monaten schon so weit zu kommen verdient wahrlich Respekt, chapeau! Und was für eine wunderbare Suppe – nicht nur visuell (mal wieder 😉 ) sondern garantiert auch geschmacklich.
    Weiter so! :)
    Viele Grüße,
    Dani

  14. Author
    Dirk Staudenmaier 17. Februar 2013 Reply

    Liebe Mia, ich danke dir für deine Wünsche und für deine lieben Worte. Wie ist denn das Süppchen vom letzten Kürbis geworden?

    Liebe Dani, ganz ehrlich, ich würde mir lieber dadurch Respekt verdienen, indem ich es schaffe, regelmäßiger zu posten und pünktlicher auf Kommentare zu antworten, erst recht, wenn sie so charmant sind… Lieben Dank! :-)

  15. missboulette 2. März 2013 Reply

    dirk, es ist wunderschoen bei dir! habe mich jetzt ein bisschen bei dir umgeschaut, merke aber erst bei dem beitrag, wie „kurz“ du erst dabei bist. doch alles sieht so professionell aus. chapeau!
    ob kurz oder lang, mich interessiert der inhalt und nicht die laenge eines posts. und die persoenlichkeit des bloggers, die immer durchscheint. reine rezepte mit ein, zwei unpersoenlichen einleitungssaetzchen laesst mich eher schnell weiterklicken. dann koennte man ja gleich besser diverse rezeptsammel-seiten aufsuchen. 😉 also, fuer mich darfst du auch lange beitraege schreiben. ich lese!

    • Author
      Dirk Staudenmaier 3. März 2013 Reply

      Liebe missboulette, dann gefällt es dir hier bei mir so wie mir bei dir! :-) Du wirst das kennen: manchmal hat man so viel zu sagen, dass man gar nicht weiß wohin mit all den Sätzen und andere Male hat man kompletten Gedankenstau und Mühe, überhaupt einen Satz zu finden. Aber so oder so, du hast Recht, auf den Inhalt und die Persönlichkeit kommt es an, und ich hoffe inständig, dass man beides hier immer antreffen wird.

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