Ananas-Basilikum-Eis

 

Draußen ist es kalt, nass und der Winter hält sich hartnäckiger, als mir lieb ist. Zugegeben, es ist erst Februar. Die derzeitige Witterung ist nicht außergewöhnlich für diese Jahreszeit. Aber ich habe trotzdem genug davon und werde nun mit allen Kräften den Sommer herbei beschwören. Habe ich im letzten Post schon den passenden Wein für laue Sommerabende vorgestellt, kommt hier nun das passende Eis dazu.

Ohne Eismaschine geht´s nimmer

Eine Eismaschine war für mich als ausgesprochenem Eisliebhaber das tollste Geschenk, das mir Frau Dorothee je machen konnte. Und wenn du Eis genauso sehr magst wie ich, kann ich dir nur empfehlen, dir ebenfalls eine solche Maschine schenken zu lassen oder, falls sich kein Schenker findet, dir eben selbst eine zu kaufen. Die Maschine ist bei mir regelmäßig im Einsatz, im Sommer sogar oft täglich, und für mich geht nichts über ein leckeres, frisch gemachtes Eis.

Der einzige Grund, weshalb ich hier nicht genauso oft Eisrezepte poste, wie ich selbst gemachtes Eis esse, liegt allein an der Tatsache, dass das Eis immer schneller schmilzt, als ich es fotografieren kann. Und halb zerschmolzenes Eis macht sich nicht gut auf Fotos. Den Dreh, wohlgeformte Eiskugeln im richtigen Aggregatszustand abzulichten, habe ich noch nicht raus. Und mit nicht schmelzendem Fake-Eis aus Puderzucker, Margerine, Glucosesirup und Lebensmittelfarbe konnte ich mich noch nicht anfreunden.

Ananas-Basilikum-Eis

Ananas küsst Basilikum

Die Inspiration, Ananas mit Basilikum zu kombinieren, habe ich von hier. Ein überaus köstliches Duo! Beim ersten Versuch habe ich allerdings zu viel Basilikum verwendet, der mit seinem frischen, pfeffrigen Aroma den Ananasgeschmack völlig erschlagen hat. Das Eis war aber nicht weniger lecker und ich um den Vorsatz reicher, bald einmal reines Basilikumeis auszuprobieren. Zudem war das Ananas-Püree viel zu wässerig, was die Textur der Eiscreme ruiniert hat.

Beim zweiten Versuch waren es nur ein paar Blättchen Basilikum, ein Hauch Aroma ist völlig ausreichend. Und das Ananas-Püree habe ich bei milder Hitze reduziert, bis der Wasseranteil nahezu verdunstet war. Wasser hat im Milcheis nichts zu suchen. Und die Ananas muss ohnehin erhitzt werden, um das enthaltene Enzym Bromelain zu zerstören. Bromelain spaltet sonst die Milchproteine auf und hinterlässt dabei einen bitteren Geschmack, den wir in unserem Eis nicht haben wollen.

Ananas-Basilikum-Eis

Ananas-Basilikum-Eis
 
Zubereitung
Kochen/Warten
Gesamtzeit
 
Eine leckere, erfrischende Eiskreation mit kleinen, suessen Ananasstueckchen, vollem Ananasaroma und einer leichten Basilikumnote
Autor:
Rezepttyp: Eisrezept
Kueche: einfach
Menge reicht fuer: 4 Personen
Zutaten
  • 350 ml Milch (3,5 %)
  • 50 ml Sahne
  • 3-5 Blatt Basilikum (je nach Groesse)
  • 50 g Eismischung (nach Alexanders Rezept)
  • 250 g frische Ananas
  • Saft von 1 Zitrone
  • 50 g Zucker
Zubereitung
  1. Milch, Sahne, Eismischung und Basilikum in einem Mixer auf hoher Stufe mixen, bis der Basilikum vollkommen "aufgeloest" ist.
  2. Ananas in Stuecke schneiden und in einem Mixer zerkleinern. Nicht vollkommen zu Mus puerieren, kleine Fruchtstueckchen machen sich gut im Eis.
  3. Das Ananaspueree mit dem Zitronensaft erhitzen und bei milder Hitze so lange koecheln lassen, bis der Wasseranteil weitestgehend verdunstet ist. Den Zucker zugeben und unter ruehren aufloesen.
  4. Topf vom Feuer nehmen, Basilikum-Milch dazu giessen und mit einem Quirl kraeftig durchmischen.
  5. Im Kuehlschrank herunterkuehlen und dann in der Eismaschine ausfrieren.
 

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11 Comments

  1. marco 17. Februar 2013 Reply

    Wir verstehen uns, lieber Dirk! Meine Eismaschine gäbe ich für kein Geld auf der Welt mehr her :) Es geht wirklich nichts über hausgemachtes Eis, egal wie draussen das Wetter gerade wütet!

    Klingt übrigens nach einem tollen Rezept und scheint mal eine spannende Alternative zum Klassiker Zitrone-Basilikum zu sein!

    liebe Grüsse
    marco

  2. Christian 18. Februar 2013 Reply

    Hast Du auch eine Aufschnittmaschine? Dann probiere mal ein Ananas-Carpaccio. Hauchdünn schmeckt das ganz speziell. Dazu ein Joghurteis in die Mitte, vielleicht kombiniert mit Deiner Idee mit Basilikum, das muss ich auch mal ausprobieren.
    liebe Grüsse, Christian

  3. magentratzerl 18. Februar 2013 Reply

    Dein Eis klingt sehr verführerisch…aber ich bin scheinbar eine Frostbeule und hole die Eismaschine erst bei wärmeren Temperaturen wieder raus….

  4. Barbara 18. Februar 2013 Reply

    Ich bin auch bekennender Eisfan und seit letzten Sommer stolzer Besitzer einer Eismaschine. Leider habe ich den Dreh für schöne Eisfotos auch noch nicht gefunden (aber irgnedwie jetzt ein schlechtes Gewissen, weil ich keine Hemmungen hatte ein halbgeschmolzenes Eis zu veröffentlichen).
    Jedenfalls hört sich die Kombination sehr spannend an und wird sicher mal „nachgefrostet“.

    Liebe Grüße,
    Barbara

  5. foodfreakde 19. Februar 2013 Reply

    ich tu mich mit dem Fotografieren auch schwer.. der einfachste Trick: Anrichten und die Schale erst mal wieder in den TK stellen 😉 und dann sehr kalt gefroren fotografieren und danach essen

  6. salzpfefferkokos 19. Februar 2013 Reply

    Nach dem Pizzastein wird meine nächste Anschaffung entweder ein Knetgerät oder eine Eismaschine sein… 😉 Mach du nur weiter mit den tollen Eisrezepten und die Entscheidung wird mir bald abgenommen. Mein Unterbewusstsein liebt Eis.

  7. Irene 20. Februar 2013 Reply

    Das sieht herrlich aus, ob nun perfekt in Kugel oder etwas abgeschmolzen ich würde gerne probieren! Eine Eismaschine wäre was schönes, hier steht nur so ein kühlakkuteil das dementsprechend selten genutzt wird.
    Liebs Grüessli
    Irene

  8. Julia 20. Februar 2013 Reply

    Recht hast Du. Der Winter kann sich verp***en! Ich will auch kein Wurzelgemüse mehr und keinen Kohl, sondern Grüne Sauce, frische Kräuter, Grillen und gerne auch ein Glas Wein an einem lauen Sommerabend. Lass uns einfach die Sonne herbeikochen! Einen Anfang hast Du ja schon gemacht :)

  9. Author
    Dirk Staudenmaier 24. Februar 2013 Reply

    Lieber Marco, ich dachte mir fast, dass ich dich mit dem Rezept ansprechen kann. Bist ja genauso ein Eisfreak wie ich 😉

    Lieber Christian, leider keine Aufschnittmaschine :-( Aber die Idee klingt sehr lecker!

    Liebes magentratzerl, das Rezept läuft ja nicht weg bis dahin… und schmeckt bei sommerlichen Temperaturen sicher nochmal so gut! :-)

    Liebe Barbara, das allerwichtigste ist, dass es gut schmeckt! Also weg mit dem schlechten Gewissen! 😉

    Lieber foodfreak, das ist auch eine Möglichkeit. Nur kondensiert dann schnell die Luftfeuchtigkeit an Eis und Schale und es bildet sich eine feiner Reif, der auf den Fotos auch nicht toll aussieht. Die perfekte Lösung ist es nicht.

    Liebe Verena, kneten kann man von Hand, Eis machen nicht! Vielleicht hilft dir das bei der Entscheidungsfindung 😉

    Liebe Irene, ich werde nicht müde, allen, die gerne Eis essen, den Kauf einer Kompressor-Eismaschine zu empfehlen… 😉

    Liebe Julia, du sagst es!!! Aber die Meteorologen sagen, der Schnee von diesem Wochenende sei der letzte für diesen Winter gewesen. Es gibt also Hoffnung! :-)

  10. Judith 21. März 2013 Reply

    Uhhh….als bekennender Eisfan habe ich jetzt auch (mal wieder ;))ein Eis gefunden, dass ich sofort nachkochen mag!!! Ich hoffe es klappt bei mir ansatzweise so gut wie es bei dir aussieht! Ich werde Dir vom Ergebnis berichten :)

  11. Barbara 15. April 2013 Reply

    Hallo Dirk,

    ich hab jetzt zwar immer noch nicht dieses Eis nachgemacht, aber mir deine Ananasvorbereitung für ein anderes Eis ( Pina Colada) geklaut,

    Liebe Grüße,
    Barbara

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