Orangentarte

 

Süße Rezepte mit Zitrusfrüchten allenthalben, wohin man blickt. Kein Wunder, ist ja auch gerade Saison für die kleinen Vitaminbomben. Nachdem ich vor ein paar Tagen Orangensirup hergestellt habe, um mir das leckere Aroma für die Zeit zu konservieren, wenn die Saison vorüber ist, habe ich noch genügen Orangen für eine leckere Tarte übrig. Das Originalrezept habe ich irgendwann einmal bei einer Kochsendung im Fernsehen mitgekritzelt und enthielt nur Zitronen. Die Variante mit Orangen ist aber mindestens genauso lecker!

Zitruskuchenbattle, die zweite?

Britta von Kamafoodra war der Namensgeber des Zitronenkuchenbattle, Verena von Salz, Pfeffer, Kokosnuss nannte es Domino-Kettenreaktion. Nachdem ich während meines Urlaubs offenbar recht provokant den besten Zitronenkuchen der Welt gepostet habe, fühlte sich die Food-Blogosphäre herausgefordert und wetteiferte um das beste Zitronenkuchen-Rezept. Tolle Kreationen wurden auch noch von magentratzerl, Ninive und Julia in den Ring geworfen.

Ein Orangenkuchenbattle hingegen hat sich (noch) nicht formiert. Wobei nach Veröffentlichung meines Orangensirup-Posts vor einigen Tagen vor allem die Reaktionen auf Facebook gezeigt haben, dass für Orangen jetzt Hochsaison herrscht und sie im Moment scheinbar von jedem in irgendeiner Weise verbacken oder verkocht werden. Und so findet sich selbstverständlich das eine oder andere leckere Rezept, zum Beispiel bei Sybille oder bei Bolli.

Groß oder klein, immer fein

Die Orangentarte ist einfach zu machen, auch wenn sie etwas zeitaufwändiger ist als ein einfacher Rührkuchen. Wer möchte, kann eine große Tarteform verwenden. Nachdem ich beim bekannten Kaffeehersteller gerade kleine Tartelettes-Formen erworben habe, kamen bei mir diese zum Einsatz. Der Geschmack ist im Ergebnis natürlich gleich.

Statt frischer Früchte kannst du für die Füllung auch den Orangensirup verwenden, den ich hier vorgestellt habe. Nimm dann nur entsprechend weniger Zucker, denn der Sirup ist ja bereits gesüßt. Falls du den Aufwand des Blindbackens scheust, gib dir einen Ruck und mach es trotzdem. Der Mürbeteigboden sifft sonst durch und wird matschig, worunter die Tarte doch sehr leiden würde.

Orangentarte
 
Zubereitung
Kochen/Warten
Gesamtzeit
 
Fruchtige Tarte mit einem blind gebackenen, knusprigen Muerbeteigboden, saftiger Orangen-Mascarpone-Fuellung und luftigem Baiser
Autor:
Rezepttyp: Suessspeisen
Kueche: einfach
Menge reicht fuer: 4 kleine Tarteformen (12 cm)
Zutaten
Muerbeteig
  • 100 g Puderzucker
  • 200 g Butter, kalt
  • 300 g Dinkelmehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
Mascarpone-Orangen-Creme
  • Saft von 2 Orangen
  • Abrieb von 1 Orange
  • Saft und Abrieb von 1 Zitrone
  • 300 g Mascarpone
  • 50 ml Sahne
  • 50 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • 6 Eigelb
Baiser
  • 4 Eiweiss
  • 1 Prise Salz
  • 180 g Puderzucker
  • 2 Msp. Backpulver
  • 1 EL Speisestaerke
Zubereitung
  1. Muerbeteig: alle Zutaten schnell und gruendlich zu einem homogenen Teig zusammen kneten, diesen in Frischhaltefolie einschlagen und 30 min. im Kuehlschrank kuehlen.
  2. In der Zwischenzeit den Saft und den Schalenabrieb der Zitrusfruechte bei mittlerer Hitze auf etwa 75 ml einkochen. Den gewonnenen Orangensirup durch ein Sieb passieren (den Abrieb wollen wir nicht) und abkuehlen lassen.
  3. Backofen auf 175 °C (165 °C Umluft) vorheizen.
  4. Den Teig etwa 5 mm dick ausrollen (geht am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie) und die 4 Tarteformen damit auskleiden. Uebrig bleibender Teig kann sehr gut eingefroren werden.
  5. Mit einer Gabel Loecher in den Tarteboden pieksen, dann die Form mit Alufolie auskleiden und mit getrockneten Huelsenfruechten fuellen. 20 min. bei 175 °C blind backen.
  6. In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten mit dem abgekuehlten Orangensirup zu einer glatten Creme ruehren.
  7. Aus den blind gebackenen Tarteboeden die Alufolie mit den Huelsenfruechten entfernen, kurz etwas abkuehlen lassen und dann mit der Mascarpone-Orangencreme fuellen. Zurueck damit in den Backofen und bei 175 °C (165 °C Umluft) 25 min. backen.
  8. Solange die Tartes abkuehlen, das Eiweiss mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Dabei nach und nach den Puderzucker, das Backpulver und die Speisestaerke einrieseln lassen.
  9. Mit einem Spritzbeutel die Baisermasse in Tupfen auf die Tartes auftragen und noch einmal fuer 10 Minuten bei 175 °C (165 °C Umluft) zurueck in den Backofen.
 

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16 Comments

  1. schelli 24. Februar 2013 Reply

    Reizvoll. Die Zesten stören Dich im Kuchen?

  2. Julia 24. Februar 2013 Reply

    Hmmmmm, yummileckerschmackofatz!!! Also was für eine schöne Idee! Und außerdem bestätigst Du mir sozusagen gerade, dass ich die Tarte-Förmchen auch noch besorgen muss. Und dann noch ein Baiser-Häubchen oben aufgesetzt? Ich bin hin und weg! Eine sehr tolle Idee, Dirk! Und 1000Dank für’s verlinken 😉
    Liebe Grüße
    Julia

  3. Catou 24. Februar 2013 Reply

    Lieber Dirk,
    jetzt weiß ich, was auf den Tisch kommt, wenn der versunkene Apfelkuchen aufgegessen ist – Danke!
    Meine letzte wirklich gute Orangentarte hatte ich in Südfrankreich, da hatte das Kind noch Pampers an ;-).
    Liebe Grüße,
    Catou

  4. tomatenblüte 24. Februar 2013 Reply

    Bestimmt köstlich und schon dazu verdammt die Runde zu machen :) :)

  5. michaela 24. Februar 2013 Reply

    Sieht wirklich super aus! Ob man die Speisestärke wohl weglassen kann? Vielen Dank für das Rezept und Gruß aus dem Norden .-)

  6. Bolliskitchen 24. Februar 2013 Reply

    oups, seit wann hast Du denn so gewaltig Schrottwerbung auf Deinem Blog? Man muss echt erst das Rezept suchen! Terrible, muss das denn sein?

  7. lieberlecker 25. Februar 2013 Reply

    Dir, Weltklasse Deine Küchlein. Ich habe gestern Zitronenküchlein gemacht, Deine Baiser Deko hätte sich auch darauf gut gemacht.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  8. Wilde Henne 25. Februar 2013 Reply

    Ich will auch so kleine Tarte-Förmchen mit gewelltem Rand. Seit Wochen suche ich danach.
    Sehr hübsche Törtchen, die Meringue obendrauf gefällt mir gut.

  9. salzpfefferkokos 25. Februar 2013 Reply

    Ohh, deine Orangentartes sehen wirklich zuckersüß aus! Das Baiserhäubchen erinnert mich an die Schneedecke draußen vor dem Fenster, macht aber im Gegensatz dazu viel bessere Laune… Ich fühle mich außerdem geehrt, den Artikel einleiten zu dürfen *luftsprung*… ein dreifaches Hoch auf die Eigendynamik…! :)

  10. Küchenjunge 26. Februar 2013 Reply

    Das sieht toll aus! Ich liebe Kuchen mit Zitrusfrüchten!!! Werde das ausprobieren! Die Baiser-Haube obendrauf gibt noch mal so einen richtig schönen Blickfang!

  11. Author
    Dirk Staudenmaier 1. März 2013 Reply

    Lieber schelli, kann man so nicht sagen, ich habe es nicht ausprobiert. Aber die Vorstellung, auf den Zesten rumzukauen, hat mir nicht behagt.

    Liebe Julia, hast du die Tarteförmchen noch bekommen? Mittlerweile wurden die Regale bei uns nämlich schon mit Ostersachen aufgefüllt…

    Liebe Catou, versunkener Apfelkuchen klingt auch sehr reizvoll… Aber bei uns ist vorerst Diät angesagt, der Winterspeck (nicht nur von diesem Winter) muss weg.

    Liebe tomatenblüte, vorher macht dein Tofu die Runde, das magentratzerl war ja auch schon dabei und ich bin dieses Wochenende dran… :-)

    Liebe michaela, die kann man bestimmt weglassen, denke ich. Sie gibt der Baiser eben ein wenig mehr Halt. Das nächste Mal will ich es eh mit italienischer Meringue versuchen. Dazu kocht man eine Zucker-Lösung bis zum leichten Flug und hebt diese dann unter den Eischnee.. Ganz ohne Speisestärke.

    Liebe Bolliskitchen, da siehst du mal, wie lange du schon nicht mehr hier warst. Du solltest viel öfter vorbei schauen… :-)

    Lieber Andy, das ursprüngliche Rezept dieser Tarte war auch nur mit Zitrone. Baiser und Zitrone verträgt sich immer hervorragend, denke ich.

    Liebes Poulet, vertreibt der berühmte Kaffeehersteller nicht auch in der Schweiz sein Sortiment? Bei ihm gab es vor kurzem diese Tarteförmchen. Im Netz findest du aber auch eine große Auswahl!

    Liebe Verena, habt ihr noch Schnee? Mittlerweile dürfte er doch weg geschmolzen sein. Das ist der Vorteil vom Baiser, es schmitzt nicht… 😉

    Lieber Küchenjunge, dann bin ich sehr gespannt darauf, dass du vom Backversuch berichten wirst… :-)

  12. Joan 10. März 2013 Reply

    hmmmm … werde ich bald ausprobieren. Erinnert etwas an meinem allerliebsten Kuchen, der Lemon Meringue Pie :)

  13. Laura 10. März 2013 Reply

    OMG, das sieht so köstlich aus!

    lg Laura

  14. Author
    Dirk Staudenmaier 12. März 2013 Reply

    Liebe Joan, das urspüngliche Rezept waren auch Lemon Meringue Tartelettes, das ich für meine riesigen Orangenbestände angepasst habe 😉

    Liebe Laura, das freut mich, danke :-)

  15. orangina 27. März 2013 Reply

    Welchen Dinkelmehltyp hast du denn benutzt?

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